Rollenverteilung, nein danke!

Ewig wurde ich dazu gedrängt einen Handwerklichen Beruf zu erlernen, das ist ein "echter" Beruf, für "echte" Männer! So hieß es von meinem Bruder, die Leute mit Schlips und Anzügen sind doch nur Schwuchteln die für ihr Geld nichts tun. Ich mag Schlips und Anzug träger nicht und sage ganz offen das ich neidisch auf sie bin, sie kommen mir so arrogant vor, wenn sie beim meeting viel lachen und über sinnlosen Small talk schwätzen, wohl parfümiert, mit einer schicken Uhr am Arm. Aber warum mein Bruder als Handwerker so denkt ist mir denke ich nun klar, der Beruf ist für mich, so schrecklich und so anstrengend, das man sowas nicht wirklich freiwillig erlernen will, das Geld lockt einen, man braucht nicht viele Qualifikationen für solch eine Stelle und irgendwann findet man sich damit ab, dann kann man sich die Lage einfach nurnoch schön reden und sich einreden man ist ein "ganzer" Kerl. Ich lege diesen falschen Männer stolz nun ab, ich bin nah am Wasser gebaut, einfühlsam und ne "pfeife" und meine Arbeit als Handwerker hat mir nur mehr den Wunsch gegeben mich offener, "freier" zu verhalten, mehr sehnsucht danach das weibliche in mir aus zu leben. Ich war nie so drauf das ich besonders weibisch war, aber seit der harten Arbeit, dem vielen Dreck und Schmutz auf der Baustelle will ich einfach ein Süßes Kuscheltier haben, mit plüsch hausschuhn und einer pinken decke einschlafen, die sehr kuschelig ist. Es ist ein mangel an Wärme in meinem Leben den ich so versuche auszugleichen und die Schuld dafür gebe ich der klaren Rollenverteilung die einem Menschen eines bestimmten Geschlechts sagt, was er zu tun und zu erlernen hat. Ich könnte mir beispielsweiße sehr gut vorstellen für meine Frau zu kochen und aufs Kind auf zu passen, aber dann bin ich ja kein Mann, nicht wahr?...

28.6.11 08:39

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